26/01/2017 - HAPPY REPUBLIC DAY!

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Dienstag, 24. Juli 2012

And the winners are...

Stuttgart. Der Psycho-thriller ‚Kshay’ ist am Sonntag zum Abschluss des 9. Indischen Filmfestivals Stuttgart im Metropol Kino in Stuttgart mit dem German Star of India in der Kategorie Spielfilm ausgezeichnet worden. Der ‚German Star of India’ in der Kategorie Kurzfilm geht an ‚Café Regular, Kairo’ von Ritesh Batra. Das Organhandel-Drama ‚The Market’ von Rama Rau wurde mit dem ‚German Star of India’ in der Kategorie Dokumentarfilm ausgezeichnet.  Im Wettbewerb wurden Preise im Gesamtwert von 7.000 Euro vergeben. Nahezu 60 aktuelle Filmproduktionen standen auf dem Programm von Europas größtem indischen Filmfestival. Das Filmbüro Baden-Württemberg spricht von 7.000 Besuchern. 

'German Star of India' für Regisseur Karan Gour - 'Kshay' überzeugt die Jury

Der große Gewinner des Festivals heißt ‚Kshay’. Der mit 4000 Euro dotierte ‚German Star of India’, der vom Hauptsponsor des Festivals, Honorarkonsul Andreas Lapp, gestiftet wird, ehrt einen experimentellen Spielfilm, der einen jungen, künstlerisch freien Geist porträtiert, der jedoch von wirtschaftlichen Beschränkungen und seinem Streben nach mehr Wohlstand und Reichtum gebunden ist. „Die indische Metapher über ein Symbol der Göttin des Wohlstands ‚Maha Lakshmi‘ als Objekt der Begierde der Protagonistin und deren Konflikt zwischen Besessenheit und Logik wurde überzeugend dargestellt in einer bemerkenswerten, filmischen Synergie aus Bild, Ton und Handlung“, begründet die Jury ihr Urteil. Sie lobt die brilliante schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin Rasika Dugal und gratuliert dem 28-jährigen Regisseur Karan Gour aus Neu-Delhi zu seiner Kreativität, seinem Mut und seiner Überzeugungskraft.

‘Café Regular, Cairo’

(c) dearcinema.com
Mit ‚Café  Regular, Cairo’ ehrte die Kurzfilm-Jury einen „kleinen großen Film über die Bedürfnisse, Konflikte und Träume in dieser Welt“.Der Regisseur Ritesh Batra eröffnet dem Zuschauer in wenigen Minuten einen tiefen Einblick in die Bedürfnisse und Wünsche einer aufgeschlossenen, und doch gleichzeitig den Traditionen der Eltern verpflichteten  jungen, muslimischen Generation. Ein junges Paar trifft sich in einem Café in Kairo. Die Frau konfrontiert ihr Gegenüber mit einem Wunsch: Sie möchte vor ihrer Hochzeit mit dem Verlobten die gemeinsame Sexualität erforschen, um sich ihrer Entscheidung sicher zu sein. 

The Market 

Der Gewinner in der Kategorie Dokumentarfilm, ‘The Market’,  bringt zwei extrem unterschiedliche Parallelwelten auf wirkungsvolle Weise zusammen: Die Familie eines nierenkranken Patienten in Kanada und einem Organhändler in einem von der Tsunami schwer betroffenen Slum in Südindien. „Die Darstellung der emotionalen Zwickmühle, in der sich die gut gewählten Protagonisten des Filmes befinden, bietet keine einfache Lösung für das moralische Dilemma um den Organhandel und sorgt dafür, dass das Thema noch lange nach dem offenen Ende des Films in den Köpfen der Zuschauer weiterarbeitet“, hob die Jury hervor. Eine ‚Lobende Erwähnung’ in dieser Kategorie gab es für ‚Mother India’ von Raffaele Brunetti.

Directors Vision Award

(c) Frank von zur Gathen
Der "Directors Vision Award"  geht gleichermaßen  an ‚Shala’ von Sujay S. Dahake und ‚Delhi in a Day’ von Prashant Nair.  Dieser
Preis
richtet
sich
an
Regisseure,
die
in
ihrem
 Filmbeitrag
ambitioniert
den
Blick
auf
einen
kulturellen,
sozialen
oder
gesellschaftlichen
 Missstand
richten. Die Rückkehr vom Stadtrand direkt ins Herz der Landeshauptstadt bescherte dem 9. Indischen Filmfestival eine größere Aufmerksamkeit. Schon der Rote Teppich zum Auftakt mit der indischen Filmlegende Suhasini Maniratnam, der indischen Botschafterin Sujatha Singh, Repräsentaten aus Politik, Wirtschaft und Filmbranche sowie dem Team des Eröffnungsfilms ‚Dekh Indian Circus’, dabei auch Hauptdarstellerin Tannishtha Chatterjee, und einer Hip-Hop-Crew aus Mumbai lockte deutlich mehr Schaulustige an. 

Volle Kinosäle

Einen vollen Kinosaal brachte der von der Robert Bosch Stiftung unterstützte Schultag dem Dokumentarfilm ‚Bitter Seeds von Micha X. Peled. „Alle gezeigten Mainstream- und Independent-filme, aber auch die Rahmenveranstaltungen wurden vom Publikum sehr gut angenommen“, zieht Festivalleiter  Oliver Mahn Bilanz.  Mehrere Festivalfilme mit deutschem Untertitel  oder deutscher Synchronisation, aber auch mit live eingesprochenen deutschen Dialogen bauten Sprachbarrieren ab und  holte ein noch breiteres Publikum in die Vorstellungen. Hauptsponsor Andreas Lapp lud zum Beginn Festivals zum German-Indian Round Table, einem Gesprächsforum für Handel, Industrie und Mittelstand.