Dienstag, 17. Februar 2015

Welttraum, Weltraum, verklärte Traumwelten

(db) Die Seele greift tief. Tiefgreifend sucht sie, um zu finden. Sie träumt sich fort zur aufregenden Bedeutungstiefe des Sonnenaufgangs hinauf. Der warme Entfaltungsraum atmet tief ein und atmet umso tiefer aus.
Die Seele greift tief. Tiefgreifend sucht sie, um zu finden. Sie träumt sich fort zur aufregenden Bedeutungstiefe des Sonnenaufgangs hinauf. Der warme Entfaltungsraum atmet tief ein und atmet umso tiefer aus. Verklärter Lebenshauch entschwindet in der aufgeklärten unverständlichen Einsicht und überläßt ihr den Platz in den Weiten des Universums. Die Illusion der Gefühlswallung verbleibt jenseits physischer Berührungsmomente. Sie begegnet sich in der heimatlichen Vielfalt und läßt den Körper eingebettet im eisigen Schauspiel eines sinkenden Sternes. Ohne zu finden, wonach ihre Suche trachtet.

In die Ferne greift mein Herz. Ich fühle meinen Lebensrhythmus im Wissenschaos des Zeitgeistes. Heimisch geworden ist mein Vertrauen nicht. Verfremdet erleidet sie die Heimat einer leblosen Analyse der Natur. Ihr fehlt die Fehlbarkeit des menschlichen Geistes. Der menschliche Geist, welcher die Last einer kollektiven Verfinsterung erträgt. Versunken im Rausch geistiger Getränke verschwimmen wir in anregender Gleichgültigkeit und intellektueller Plauderei. So schreiten wir fort. Fortschritt. Wir glauben, zu wissen. Doch wissen wir, ohne zu Glauben? Glauben wir, zu glauben?

In der Dunkelheit sind wir alleinige Diener der Finsternis. Wetteifer artet aus. Wir reden von Arten. Wir reden im gehobenen Tonfall auf unseren unterschiedlichen Arten hochmütigen Stolzes und fallen tief hinab. Wir schlagen auf und fühlen keinen Schmerz. Der kollektive Rausch ist teuflisch betäubend. Tosender Totemismus. Emotionaler Ersatz. Handelnde Arten handeln auf Arten und Weisen lebensmüder Wesen. Das Wesen der Mechanik lebender Wesen ist unsere essentielle Illusion. 

Was ist Illusion und was Wirklichkeit? Der Stolz einer Republik erfüllt indische Eigenarten innerhalb abgeschlossener Lebenswelten. Eine Welt scheinbarer Kulturvielfalt. Doch sie täuscht. Was ist Wirklichkeit und was ist Illusion? Leidenschaft und Wissenschaft enttäuschen. Was bleibt, ist die Hoffnung. Die Hoffnung der freudigen Heimkehr des Geistes in dessen Verkörperungswelten. Im Fleisch, im Wort, in der kreativen Einsicht unvollendeter Ästhetik. Die Quelle des Fortschritts. Was bleibt, ist die notwendige Flucht. Die Flucht vor dem Kampf der Kulturen.

Foto: (c) Rosel Eckstein  / pixelio.de