Freitag, 20. Juli 2018

The essence of love never changes - Filmkritik zu "Kuchh Bheege Alfaaz"

(c) life-enter.com
(nw) „The essence of love never changes“* - Nicola Westermann hat sich für uns den Eröffnungsfilm des Indischen Filmfestivals „Kuchh Bheege Alfaaz“ [Rain Soaked Words] angeschaut.

RJ Alfaaz ist ein Star des Radiosenders BigFM und fesselt allabendlich seine Zuhörer mit seinen berührenden Liebesgeschichten. Er selbst jedoch hält sich fern vom Starrummel des üblichen „Meet & Greet“ mit den Fans. Dies macht ihn zur geheimnisvollen Projektionsfläche für seine weiblichen Fans wie die junge Archie, die in einer Kreativagentur arbeitet und in der Welt von Tinder ihr Liebesglück sucht. Als sie sich eines Tages aus Versehen verwählt, als sie ein Date vereinbaren will, erreicht sie Alfaaz auf dem Mobiltelefon. Da sie nicht weiß, wer er ist, speichert sie ihn als „Mr. Coincidence“ in ihrer Kontaktliste ab.

Zwischen den beiden entwickelt sich ein zarter Kontakt via Whatsapp und Telefon, bei dem sich beide sehr nahekommen. Gerade die Anonymität der digitalen Medien scheint es möglich zu machen, dass sie einander Dinge, die sie nie jemandem erzählt haben, anvertrauen. Im Fall von Alfaaz die nie überwundene Trauer über den tragischen Tod seiner Jugendliebe. Und im Fall von Archie die Kränkung durch den Spott ihrer eigenen Freunde und Dates über die Hautkrankheit Leukodermie, die ihr ansonsten sehr hübsches Gesicht zeichnet.

Filmregisseur Onir bei der Eröffnungsveranstaltung
(c) Filmbüro Baden-Württemberg
Regisseur Onir erzählt die poetische Geschichte einer beginnenden Liebe in Zeiten von Whatsapp, Tinder & Co., die einen Traum transportiert, der so alt ist wie die romantische Liebe selbst: Der Traum, gesehen und für die Person, die man wirklich ist, geliebt zu werden.

Absolut empfehlenswert!

Wiederholung: Freitag, der 20.07.2018, 18.00 Uhr.

*(Anm. der Redaktion: Originalzitat Onir bei der Eröffnungsrede des Filmfestivals)

Filmplakat zum Film
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